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Sie sind da, wenn es brennt und helfen ihren Mitmenschen in Notsituationen: die rund 500 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Marburg. Am Mittwochabend wurden rund 40 von ihnen beim sechsten zentralen Ehrungsabend im Marburger Rathaus für ihr besonderes Engagement von Bürgermeister und Feuerwehrdezernent Wieland Stötzel geehrt.

Ehrungsabend 2018

 

 

Auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies war vor Ort, um den Feuerwehrleuten seinen Respekt zu zollen, ebenso wie Anne Oppermann und Anni Röhrkohl als ehrenamtliche Stadträtinnen.

Es ist ein Termin, auf den sich die Leiterin der Marburger Feuerwehr Carmen Werner, in jedem Jahr besonders freut, wie sie sagte. Der Rahmen sei festlich, es gebe Sekt, Musik und prominente Gäste – aber im Mittelpunkt stünden die Kameradinnen und Kameraden. „Heute sind Sie besonders wichtig“, so Werner. Und auch das direkte Umfeld der Ehrenamtlichen bekommt an diesem Abend Aufmerksamkeit: „Ohne die großartige Unterstützung der Familien wäre es nicht möglich, dieses gut funktionierende System der Freiwilligen Feuerwehren aufrechtzuerhalten“, erklärte Carmen Werner.

Auch Bürgermeister und Brandschutzdezernent Wieland Stötzel betonte, wie gern die Universitätsstadt ihren schönsten Saal für diese Veranstaltung zur Verfügung stellt, um den Feuerwehrleuten Danke zu sagen. „Gerade die letzten Wochen haben gezeigt, wie wichtig es ist, eine funktionierende Feuerwehr zu haben“, so Stötzel. Zwei Starkregenereignisse in drei Wochen hätten den Einsatzkräften alles abverlangt. Mehr als 500 Ehrenamtliche sind in Marburg in den freiwilligen Wehren aktiv – „das ist etwas, worum uns andere Städte beneiden“, betonte Stötzel. Deshalb wolle man auch für die Zukunft an der bewährten Struktur festhalten.

Die Feuerwehrmänner und -frauen nehmen eine wichtige Aufgabe im Hinblick auf die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger wahr. Deshalb wolle man mit dem Ehrungsabend nicht nur der Feuerwehr im Allgemeinen Dank sagen, sondern auch einzelne Ehrenamtliche auszeichnen, die sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten in ihrem Engagement besonders hervorgetan haben, sagte Stötzel.

Zunächst wurden zwei Kameraden aus dem Ehrenbeamtenverhältnis entlassen: Stephan Schuld (stell. Stadtjugendfeuerwehrwart) und Hans Findt (Wehrführer Ronhausen). Andreas Mallée (stell. Wehrführer Bauerbach), Michaela Eucker und Sarah Hille (beide stellv. Stadtjugendfeuerwehrwartin) legten danach ihren Eid ab und wurden ins Ehrenbeamtenverhältnis berufen. Eine Anerkennungsprämie des Landes Hessen für zehn Jahre im aktiven Dienst erhielten Lorenz Fokuhl (Mitte), Nico Kästner (Moischt), Marc-André Bertram (Wehrda) und Nico Schwarz (Wehrda), eine Anerkennungsprämie für 20 Jahre Christoph Dörr (Elnhausen), Björn Hofmann (cappel), Markus Hüttenberger (Wehrda), Stefan Kühn (Cappel), Carsten Trier (Wehrda), Sven Brüske (Mitte), Stefan Böttger (Moischt) und Dr. Gero Becker (Mitte).

Bereits seit 30 Jahren im aktiven Dienst sind Frank Ackermann (Elnhausen), Frank Althaus (Michelbach), Jürgen Lemmer (Bortshausen), Andreas Lübke (Cappel), Harald Michel (Elnhausen), Marco Ortwein (Haddamshausen), Bernd Schäfer (Elnhausen), Harald Schulz (Mitte), Stephan Kilian (Mitte), Jörg Franke (Haddamshausen) und Thomas Herwig (Moischt). Und die Prämie für 40 Jahre aktiven Dienst durften sich Nobert Becker (Elnhausen), Gerhard Gerlach (Hermershausen), Uwe Kottas (Elnhausen), Andreas Meige (Cappel) und Andreas Kühn (Cappel) abholen.

Mit einem silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum wurden Tanja Franke (Haddamshausen), Manuel Heinz (Elnhausen), Daniel Kottas (Elnhausen), Thomas Schwarz (Wehrda), Jens Seipp (Mitte) und Carsten Trier (Wehrda) geehrt. Jürgen Pfalz (Wehrda) und Andreas Rumpf (Mitte) erhielten das goldene Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre im Dienst der Feuerwehr.

Das Marburger Helmschild – eine Auszeichnung für Feuerwehrleute, die besondere und kontinuierliche Leistungen in ihrem Amt erbracht haben, hat der Stadtfeuerwehrverband in diesem Jahr zweimal verliehen: einmal an Jürgen Lemmer, der von 2000 bis 2014 zunächst stellvertretender Wehrführer und dann Wehrführer gewesen ist und bis heute ein aktiver Unterstützer der Feuerwehr Bortshausen, und einmal an Thomas Herwig von der Feuerwehr Moischt, dessen Feuerwehr-Karriere bereits in Marburg begann und den Carmen Werner augenzwinkernd als „feuerwehrtechnischen Dauerbrenner“ bezeichnete.

Ehrenmedaillen sollen das Engagement von Ehrenamtlichen hervorheben, ohne deren Arbeit im Hintergrund der Vereinsstrukturen die Feuerwehr nicht funktionieren würde, wie Werner erklärte. Mit der bronzenen Ehrenmedaille wurde Jochen Rauch (Bortshausen) geehrt, eine silberne Ehrenmedaille erhielten Heike Bickhard (Haddamshausen), Thorsten Kelm (Haddamshausen) und Wilfried Block (Moischt). Alle Geehrten beziehungsweise ihre Begleitung erhielten der Jahreszeit gemäß eine Sonnenblume und natürlich war ein Sektempfang für die rund 100 Gäste im Rathaus vorbereitet.

Die musikalische Umrahmung des Abends übernahmen Franziska Knetsch und Michal Bandac alias „Bloody Merry“. Stilecht hatten sie sich thematisch passende Songs wie „Fire“ von Bruce Springsteen herausgesucht. Besondere Geste zum Schluss: Michal Bandac bedankte sich für den Applaus, wolle ihn aber zurückgeben, wie er sagte: „Wir machen Musik, aber ihr rettet Leben“. Sprach’s und verneigte sich.

 

 

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