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Marburg

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Um kurz nach 16:30 Uhr wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Marburg zu einem Unfall mit dem Stichwort Bus in Apotheke am Südbahnhof alarmiert.

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Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand ein Stadtbus in der Fensterwand des Apothekengebäudes und es war eine zunächst unübersichtliche Anzahl von beteiligten und helfenden Personen im Bereich des Busbahnhofs am Südbahnhof im Unfallbereich vorhanden. Nach Absicherung der Einsatzstelle, dem Einrichten eines Patientensammelplatzes und Nachforderung weiterer Rettungskräfte, wurde ein Einsatz mit einem Massenanfall an Verletzten mit 30 betroffenen Personen an die Leitstelle rückgemeldet.  Der ca. 18 Tonnen schwere Gelenkbus hatte die Gebäudewand um mehrere Zentimeter eingedrückt bevor er zum Stehen kam, wobei die Glaswand komplett zu Bruch ging und Regalwände in der Apotheke umstürzten. Im weiterem wurde ein schwerer Abgrenzungsstein und eine Straßenlaterne durch den Bus angefahren und umgerissen, bzw. beschädigt. Die Verletzten waren alles Personen im Bus, zum Glück erlitt keine der betroffenen Personen bei dem Unglück lebensgefährliche Verletzungen. In der Apotheke befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks nur zwei Personen von der Apotheke, die mit dem Schrecken davonkamen und unverletzt blieben. Rund 15 verletzte Personen mussten zu weiteren Untersuchungen in umliegende Krankenhäuser transportiert werden, bei anderen betroffenen Personen genügte die medizinische Versorgung vor Ort durch den Rettungsdienst. Durch einen Statiker wurde die Statik des Gebäudes überprüft, wobei kein durch das Ereignis ausgelöstes Statikproblem festzustellen war. Durch die Feuerwehr wurde zwecks Bergung und Abtransport des Buses der schwere Randstein unter dem Bus mittels der Seilwinde vom Rüstwagen entfernt. In dem Rahmen wurde auch die angefahrene Straßenlaterne durch Mitarbeiter der Elektrofachabteilung der Stadtwerke Marburg und dem Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg mit Zuhilfenahme eines Krans entfernt. Die genaue Unfallursache blieb bis zur Beendigung der Einsatzmaßnahmen unklar und wird im Nachgang noch weiter untersucht werden. Der entstandene Schaden wurde auf über 100.000 € geschätzt. Nach rund dreieinhalb Stunden konnte der Bus dann abtransportiert und der Betrieb des Busbahnhofes durch Aufhebung der erforderlichen Absperrmaßnahmen wieder freigegeben werden.

Im Einsatz waren:

  • Die hauptamtliche Kräfte der Feuerwehr Marburg mit 9 Einsatzkräften und 3 Einsatzfahrzeugen.
  • 30 Rettungsdienstkräfte mit 10 Rettungswagen, 2 Notarztfahrzeugen und 3 Leitungsfahrzeugen mit OLRD, LNA, UAL, sowie einem Rettungsdienst-ELW.
  • Sowie einem größeren Aufgebot an Polizeikräften.

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